Norbert Müller

Der Sorgengenerator

Roman
Cover: Der Sorgengenerator
Residenz Verlag, Salzburg 2004
ISBN 9783701713660
Gebunden, 247 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Wofür reicht das »Material« eines Lebens? Für eine Grabrede, eine Spalte in der Goldenen Post, einen Roman? Lambert, um die vierzig, kann vom Schreiben nicht leben, auch nicht von seinen gelegentlichen Grabreden, so soll er denn vom Leben schreiben, nur nicht in Form eines Romans, sondern in wahren Geschichten für die Goldene Post.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.05.2004

Wir haben es hier mit einem echten "Bachmannpreis-Verlierer" zu tun, schreibt Katrin Hillgruber und will das erstens positiv und zweitens im doppelten Sinne verstanden wissen. In Klagenfurt lobte man nämlich den Auszug aus dem "Sorgengenerator" "als Beispiel männlicher Hysterie und Tagphantasie voller Lust am Scheitern" und ließ den Autor ohne Preis wieder abfahren - und was für den gilt, das stimmt auch für seinen autobiografischen Helden. Der heißt Lambert Laschke, und damit, findet die Rezensentin, ist bereits vieles gesagt - so kann doch heutzutage nur ein Verlierer heißen. Laschke, schreibt sie, "pendelt als freiberuflicher Lehrer, unbeliebter, da kritischer Beifahrer, mäßig erfolgreicher Verfasser des Erzählbandes ?'st der Platz neben Ihnen noch frei' sowie wenig engagierter Teilzeitvater zwischen Berlin und Freiburg hin und her". Mit den Frauen klappt es so mäßig, die Krankenkasse will Geld und der Ex- Mann der Freundin ist erfolgreicher; Laschke ist, anders gesagt, das Negativmodell einer Ich-AG. Seine Geschichte ist nach Ansicht Hillgrubers "trotz mancher Längen und Gemeinplätze (...) gekonnt ironisch mit treffenden Beobachtungen unterfüttert" und überhaupt "im besten Sinne realistisch". Fazit: "ein Kommentar zur Lage in Form eines reinen Lesevergnügens".
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