Nora Gomringer

Monster Poems

Cover: Monster Poems
Voland und Quist Verlag, Leipzig 2013
ISBN 9783863910280
Kartoniert, 64 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Reiner Limmer. Nora Gomringer zeigt große und kleine Monster, innere, unsichtbare Bestien und sehr sichtbare Wesen. Sie hat die Filmlegenden der 20er, 50er und 80er zwischen die Zeilen genommen und die Monstrositäten des Alltags vor Augen. In allem und jedem ein Monster? Wenn man es gezeigt bekommt bzw. wenn sie sich zeigen schon. Der Zyklus "Monster Poems" ist das Ergebnis des Suchens und Findens des Menschlichen, allzu Menschlichen: nie ganz beendet, an keiner Stelle, zu keiner Zeit also immer auf Anfang.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2013

Nora Gomringers neuer Gedichtband "Monster Poems" ist eine wahre Monsterparade, verrät Rezensent Jan Wiele. Drachen, Riesenameisen, Haie und Mumien, alle sind vertreten. Doch die Ungetüme sind eine Fassade, weiß Wiele, denn Gomringer will vor allem eines offenlegen, meint der Rezensent, das Monster, das der Mensch ist: "Auch Du ein Krallchen / Auch Du ein Zähnchen / Auch Du ein Wolf", zitiert Wiele zur Bekräftigung. Ihr Aufgebot bezieht die Lyrikerin ebenso aus der Realität wie aus der klassischen Literatur und der Popkultur, erklärt der Rezensent, was in den Illustrationen von Reimar Limmer zu gruseligen Bildkompositionen führt, zum Beispiel zu einer Collage aus dem "Todesarzt" Josef Mengele und der Horrorfilmfigur Freddy Krueger, mit blutbeflecktem Kittel und Stahlklauen versehen. Die eigentümliche Kälte von Gomringers Monsterlyrik wird besonders deutlich, wenn man die Autorin selbst ihre Gedichte auf der beigelegten CD vortragen hört, warnt Wiele.
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