Klappentext

Aus dem Griechischen Gerhard Blümlein. "Wenn ein Grieche von Europa spricht, schließt er Griechenland automatisch aus. Wenn ein Ausländer von Europa spricht, ist es undenkbar für uns, dass er Griechenland nicht mit einschließt." "Das Parkinsonsche Gesetz auf Griechisch: Zwei Griechen schaffen in zwei Stunden (wegen Streitigkeiten), was ein Grieche in einer Stunde schafft." Das behaupten nicht die Kontrolleure der EU, sondern einer der bekanntesten griechischen Intellektuellen, Nikos Dimou. Sein Klassiker "Über das Unglück, ein Grieche zu sein", den jeder Grieche kennt, hat gerade wieder die Bestsellerlisten gestürmt - und liegt nun erstmals auf Deutsch vor. Zeitlose Einsichten für alle, die Griechenland lieben und doch an ihm verzagen: "Ein Grieche tut alles, was er kann, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu vergrößern."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.02.2012

Rezensentin Christiane Schlötzer wünschte sich, die Deutschen bekämen von den Griechen mehr mit als das Trommelfeuer aus den jeweiligen Boulevardblättern. Dass jetzt Nikos Dimous Spötteleien aus den siebziger Jahren auf Deutsch erscheinen erfüllt sie deshalb nicht mit  ungetrübter Freude. Trotzdem kann sie Dimou gut leiden, sie attestiert ihm eine satirische Leidenschaft, die sich aus einer großen, mitunter allerdings recht enttäuschten Liebe zu seinem Land speist. Auf jeden Fall bittet sie, das Buch nicht nur als Fundgrube für Griechenwitze zu lesen (Zwei Griechen schaffen in einer Stunde, wozu ein Grieche eine Stunde braucht), sondern als tragikomisches Buch eines zur Selbstkritik fähigen Autors.
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