Zügellosigkeit, Lebenslust, Mord und Totschlag, Triumph und Tragödie: Die griechischen Göttersagen sind wilder und wüster als das Leben selbst und bieten damit alles, was sich Leser wünschen. Die alten Griechen inspirierten unter anderen Shakespeare, Michelangelo, James Joyce und Walt Disney. In Stephen Frys Nacherzählung erwachen die alten Sagen zu neuem Leben. Wir verlieben uns mit Zeus, sehen die Geburt der Athene, nehmen mit Kronos und Gaia Rache an Uranos, wir weinen mit König Midas und jagen mit der wunderschönen und furchtlosen Artemis.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.11.2018
Lothar Müller unterhält sich prächtig mit den Nacherzählungen antiker Mythen des Schriftstellers und Comedians Stephen Fry. Bühnentauglich erscheinen Müller Frys szenische Paraphrasen der Geschichten um Prometheus, Hermes, Gaia oder Kronos, manchmal gelehrt, aber alles andere als bildungsbürgerlich. Weniger überzeugend findet er die philosophischen Kommentare im Band und die Bildlegenden, die mit hilfreichen Informationen zum Bild eher knausrig sind.
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