Nikolaus Piper nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise von damals bis heute. In 31 kurzen, leicht verständlichen Kapiteln bietet er Fakten und Zahlen, aber vor allem Beispiele und Geschichten. Er erzählt, wie die Römer rund um das Mittelmeer die erste Form von globalem Handel betrieben und wie der Italiener Luca Pacioli den Arabern die doppelte Buchführung abschaute; was das Gasthaus der Familie van de Beurse mit Dax, Dow Jones und Nikkei zu tun hat und wie sich die Holländer mit Tulpenzwiebeln gründlich verspekulierten.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 27.11.2003
Kolja Rudzio möchte diese Geschichte der Wirtschaft, erzählt von der Antike bis zur Gegenwart, nicht alleine der jugendlichen Leserschaft empfehlen, sondern legt sie auch den Eltern zur näheren Ansicht nahe. Denn Nikolaus Piper, Leiter des Wirtschaftsressorts der Süddeutschen Zeitung, versteh es ausgezeichnet komplexe Zusammenhänge "ungeheuer einfach darzustellen". Zwar gleite er phasenweise in einen etwas "nüchternen Vortrag" ab, doch überwiegend ist das Buch recht "fantasievoll" erzählt, schreibt der Rezensent. Als eine weitere Stärke des Buches rühmt Rudzio noch das Talent Pipers, "Wirtschaft nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in Politik und Kultur einzubetten". Dazu verrät er, dass das Buch unlängst für die "liebevolle und schöne Ausstattung" mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2003
"ai" ist hochzufrieden mit diesem Schnelldurchlauf durch in die Wirtschaftsgeschichte. Das Buch, das sich an jugendliche Leser richtet, besteche durch fachliche Kompetenz, Vollständigkeit und Anschaulichkeit. Eingeführt werde in "alle großen Leitmotive" von zehntausend Jahren Wirtschaft und Handel, von den ersten Regulierungen des Brotpreises über Keynes und Ludwig Erhard bis hin zu den heutigen Finanzmärkten. Man erfahre, "warum Kain den Abel erschlug" und warum ein Mafiaboss kein gemeiner Räuber sei, und das alles auf 172 Seiten. Pipers Buch sei also, seines Themas gebührend, ein Musterbeispiel für gute Ökonomie, zumal dem Autor auch einige "überraschende Einsichten" zu verdanken seien. Nur eine Sache hat "ai" auszusetzen: Die Schweiz kommt nicht darin vor.
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