Nick Hornby

Slam

Roman
Cover: Slam
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2008
ISBN 9783462039658
Gebunden, 301 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann. "Sam, selbst Sohn einer 32-jährigen Mutter, ist ein besessener Skateboardfahrer. Seine Bibel ist die Autobiographie des berühmten Skateboarders Tony Hawk, die für alle Lebensfragen das richtige Zitat bietet. Selbst als sich Sam in Alicia verliebt, läuft alles wie am Schnürchen und die beiden kommen tatsächlich zusammen. Doch dann droht die Glückssträhne zu reißen, denn Sam muss Angst haben, dass Alicia schwanger ist: Da mit der Angst zu leben immer noch besser ist, als zu wissen, dass die schlimmsten Befürchtungen Wirklichkeit geworden sind, nimmt Sam erstmal Reißaus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.06.2008

Elke Buhr kennt die Einwände gegen Nick Hornby - sie sind ihr völlig gleichgültig. Sie mag seine Romane, und auch bei "Slam" sitzen ihrer Meinung nach die Pointen und sind die Figuren, die Liebe und die Klassen mit soviel Schärfe gezeichnet, "dass der Witz nicht in Zynismus umkippt". Diesmal geht es den 15-jährigen Skatebord-Fan Sam, dem das Schicksal ein ordentliches Schnippchen schlägt: Er wird Vater. Ganz einzigartig findet findet die Rezensent, wie komisch und liebevoll Hornby von diesem überforderten Jungen schreibt und wie anrührend zu dessen beginnender Liebe zu dem ungewollten Kind.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2008

Einen Sturm der Begeisterung hat Nick Hornbys neuer Roman um einen 15-jährigen Skater bei Rezensentin Anja Hirsch ganz und gar nicht ausgelöst. Der Gang der Geschichte - Sam schwängert versehentlich seine Freundin und hat sich in der Folge abrupt von seiner Kindheit zu verabschieden - scheint ihr ziemlich vorhersehbar: Es gibt die üblichen Geburtsvorbereitungskurse, eine chaotische Geburt und dazwischen die comedyhafte Imagination Sams, wie es wohl in der Zukunft mit dem Baby sein wird - ein erzählerischer Kunstgriff, den Hirsch nicht besonders originell findet. Außerdem nervt sie der "bemüht jugendnahe" Erzählton, den Hornby anschlägt. Schmerzlich vermisst sie bei den Figuren eine "größere Reflexionswelt". Über ein "Viele Dinge verwirrten mich" komme Sam nicht hinaus. Außerdem hat sie stark den Eindruck, Hornby schreibe "nur auf Pointen" hin. Gut amüsiert hat sie sich deswegen bei der Lektüre aber trotzdem nicht. Hirschs Fazit: gerade noch mittelmäßig.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.02.2008

In seinen jüngsten Roman "Slam" stellt Nick Hornby mal keinen Mann in den Mittelpunkt, der nicht erwachsen werden will, sondern den 16-jährigen Skateboard-Verrücken Sam, der mit der ungewollten Schwangerschaft seiner Freundin in die Erwachsenenwelt katapultiert wird, stellt Peter Unfried fest. Der Rezensent kann sich aber eines gewissen Unbehagens bei der jugendlichen Erzählerstimme, die ihn an Salingers "Fänger im Roggen" erinnert, nicht erwehren, ihm wirkt sie einfach nicht echt genug. Und der erzählerische Einfall, den jugendlichen Helden immer mal wieder vom Plakat seines Skater-Vorbilds beraten zu lassen, findet Unfried auch eher dürftig. Trotzdem muss er zugeben, dass er sich über so manchen erzählerischen Kniff und vor allem über die wunderbar komischen Stellen amüsiert hat.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.01.2008

Zwar überbringt uns Rezensent Christian Seiler zuerst die gute Nachricht, dass dies ein besonders witziges Buch voller Situationskomik ist. Aber nach ein paar Kostproben von Nick Hornbys komischem Talent folgt dann die schlechte Nachricht: Seiler sortiert das Buch in die Rubrik "Wohlfühlliteratur" ein. Was Hornby hier erzähle, findet der Rezensent vor allem wegen seiner leicht zwanghaft zur Schau gestellten Jugendlichkeit nicht sonderlich authentisch. Da würden die großen Sinnfragen stets nur simuliert, statt wirklich gestellt. Da gehe es statt ums Ganze stets nur um die Pointe. Auch das Beschwingte, das der Rezensent sonst an Hornbys Prosa schätzt, ist in diesem Roman nicht in der gewohnten Dosis vorhanden. Stattdessen plagt sich Hornby dem Eindruck des Rezensenten zufolge mit umständlicher Rollenprosa ab.
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