Für den einstigen Top-Journalisten Max Fuller klingt das Ganze zunächst wie eine durchgeknallte 9/11-Verschwörungstheorie: Ein mysteriöser Anwalt bietet ihm die wahre Geschichte des "fünften Flugzeuges" an, das am 11. September 2001 über die Radarschirme der US-Luftabwehr irrte - und dazu auch gleich noch den angeblichen Piloten. Ohne wirklich an die Geschichte zu glauben, trifft Fuller sich mit dem Mittelsmann. Als der vor seinen Augen erschossen wird, findet sich der Journalist auf der Flucht wieder und gleichzeitig auf der Suche - nach dem geheimnisvollen Piloten. Aber als er diesen tatsächlich ausfindig macht und ihm das Versprechen abnimmt, on air auszupacken, wird der Pilot Opfer eines merkwürdigen "Unfalls". Und Fuller weiß, dass er der nächste auf der Liste ist. Wer sind die Typen, die seinen Nachbarn mit ihm verwechselt und getötet haben? Wieso durchsucht das FBI sein Büro, nachdem er untergetaucht ist?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.04.2008
Christoph Haas lässt sich nicht irreführen. Dass zu diesem Buch kein amerikanisches Original existiert und John S. Cooper offenbar ein Autoren-Pseudonym ist, gibt er uns ebenso mit auf den Weg wie seine Beobachtungen zur Konstruktion dieses späten Romans über die Hintergründe des 11. Septembers 2001. Hinter dem einfachen Muster von Handlung und Figuren erkennt Haas die Absicht des Autors, den Leser nicht unnötig von den "konspirologischen Mäandern" des Textes abzulenken, und lässt es Cooper durchgehen. Ungnädiger zeigt sich der Rezensent angesichts der hier an den Tag gelegten leblosen und klischeehaften Erzählweise. Und als ein richtiges "linkes Buch" kann er den Roman auch nicht einordnen. Vaterlandsliebe, erklärt er, sei hier die Ultima Ratio aller Beteiligten, ob gut, ob böse.
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