Nick Hornby

Just Like You

Roman
Cover: Just Like You
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2020
ISBN 9783462000399
Gebunden, 384 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Stephan Kleiner. Liebe in den Zeiten des Brexits. Es ist das Jahr 2016. Lucy ist 42, Mutter zweier Jungs, Lehrerin. Sie lebt von ihrem Mann getrennt und wählt linksliberal. Joseph ist 22, Aushilfsmetzger, Fußballtrainer und an Politik nicht interessiert. Ausgerechnet diese beiden ungleichen Menschen verlieben sich. Wie heißt es so schön, Gegensätze ziehen sich an ...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.11.2020

Rezensent Josef Wirnshofer ist etwas enttäuscht von Nick Hornbys neuem Roman, in dem sich eine 42-jährige, weiße Englischlehrerin und ein 22-jähriger, schwarzer Metzgergehilfe ineinander verlieben. Die Annäherung und auch die Spannungen des ungleichen Paares werden zwar unterhaltsam gestaltet, meint Wirnshofer und freut sich auch einmal mehr über die für Hornby typische Lakonie. Insgesamt jedoch fallen die Dialoge (vor allem die über Politik und Rassismus) zum Teil recht flach, die Handlung vorhersehbar und die Pointen für Hornby ungewohnt lasch aus, bedauert Wirnshofer. Eine zwar "sorgsam ausgepolsterte" und daher bequeme, darüber hinaus aber wenig eindrückliche Geschichte, schließt der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 12.11.2020

Zögernd, aber dann auch gerne hat sich Rezensent Hans von Trotha dem Stil und Witz des britischen Schriftsteller-Stars hingegeben. Handlung, Milieu und das alles unterfütternde und überwölbende Thema des Brexit im England von 2016 liefert Hornby gewohnt "pointiert, schnell" und "witzig" ab - und fast ist dies mit seinen meisterhaften Dialogen schon das Drehbuch zum Film, wie sie aus einigen Hornby-Romanen schon gedreht wurden, so Trotha. Dass manchmal die hier herrschende Leichtigkeit - trotz den verhandelten Probleme der zweiten Lebenshälfte und eines gewissen Alltagsrassimus - etwas zur Oberflächlichkeit tendiert, findet der Kritiker am Ende ganz in Ordnung und empfiehlt den Vergleich mit einem "guten Popsong".
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