Nicholas Shakespeare

Die Erbschaft

Roman
Cover: Die Erbschaft
Rowohlt Verlag, Reinbek 2011
ISBN 9783498064136
Gebunden, 442 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Hans M. Herzog. Andy Larkham ist spät dran. Er will zur Beerdigung seines Lieblingslehrers, der ihm einmal sagte: "Es ist schwer, etwas aus sich zu machen." Andy ständig pleite, mit einem miesen Verlagsjob und einer Verlobten, die kurz davor ist, ihm den Laufpass zu geben fällt es besonders schwer. Und nun stolpert er in die falsche Trauerfeier, und als er seinen Irrtum bemerkt, ist es ihm zu peinlich, während der Zeremonie zu gehen. Am Ende unterzeichnet er das Kondolenzbuch, und diese Unterschrift macht ihn überraschend zu einem reichen Mann. Aber sie hat noch ganz andere, unerwartete Konsequenzen, und er muss sich fragen, welchen Preis er für die jähe Veränderung seines Lebens zu zahlen bereit ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.11.2011

Lustig, wie Ulrich Rüdenauer von anfänglichem Entsetzen schließlich zu einem Lob des Romans als unterhaltsame, gescheite Lektüre gelangt. Allerdings vollzieht er damit bloß den Zickzackkurs der Lektüre selbst und einer Geschichte, die vom Autor immer wieder neu und in einem anderen Ton begonnen wird, als traute der Erzähler seinem Tun nicht. Doch weit entfernt davon glaubt Rüdenauer den Autor. Nicolas Shakespeare scheint ihm schließlich ganz genau zu wissen, was er tut, wenn er etwa seinen mediokren Hauptdarsteller erst mit 17 Millionen Pfund beschenkt und dann seinen moralischen Auftrag dahinter suchen lässt. Mit jeder neuen Wendung der Story geht Rüdenauer auf, wie ungemein raffiniert und akribisch hier erzählt wird, wie dreist auch und mit einer Leichtigkeit zugleich, die den Rezensenten ganz nah an die Figuren heranlässt und die das Buch nun wirklich über jeden Zweifel erhaben macht.
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