Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462008708 Gebunden, 240 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
Georg stirbt, und das schon viel zu lange. Während Ruth ihren Mann selbstvergessen zu Hause pflegt und sich darüber von ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lea entfremdet, möchte die endlich Normalität und ungebremst ein jugendliches Leben führen. Ruth und Lea brauchen sich, driften aber immer weiter voneinander weg. Und dann passiert etwas mit Georg, mit dem keiner gerechnet hat.
Rezensentin Insa Wilke anerkennt den Versuch der Autorin Nefeli Kavouras, in ihrem Debütroman vom Sterben eines Mannes und den Mühen der Pflege zu erzählen, denen Frau und Tochter unversehens ausgesetzt sind. Die im Rückblick aus beider Perspektive erzählte Geschichte vermittelt die Entfremdung und die Veränderung im Leben von Frau und Tochter sowie ihren Schmerz und ihre Schuldgefühle überzeugend, findet Wilke. Dass der Text unter Zuhilfenahme des mythischen Verwandlungsmotivs als "surreale Fantasie" endet, gefällt Wilke hingegen weniger, weil dieser Kunstgriff bei Kavouras mitunter "klamaukig" wirkt. Den Versuch, eine literarische Darstellungsweise für das Sterben zu finden, findet Wilke aber dennoch respektabel.
Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Szczepan Twardoch: Sehnsucht Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…