Gabriel Garcia Marquez

Hundert Jahre Einsamkeit

Roman
Cover: Hundert Jahre Einsamkeit
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2017
ISBN 9783462050219
Gebunden, 528 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen neu übersetzt von Dagmar Ploetz. "Hundert Jahre Einsamkeit" erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, das zunächst wie das Paradies erscheint. Abgeschnitten vom Rest der Welt durch Sümpfe, Urwald und eine undurchdringliche Sierra, ist es der Ort, an dem sich alle Träume, Alpträume und Entdeckungen des Menschen noch einmal zu wiederholen scheinen. Die Familiensaga um das kolumbianische Dorf Macondo gehört inzwischen zu den modernen Klassikern der Weltliteratur. Stärker als die bisherige deutsche Fassung arbeitet die Neuübersetzung der García-Márquez-Spezialistin Dagmar Ploetz die unterschiedlichen stilistischen Ebenen des Romans heraus: pathetisch, witzig, lapidar, episch, poetisch. So gelingt ein Blick auf die Welt, der auch den Erfahrungen des 21. Jahrhunderts noch mühelos standhält.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2017

Paul Ingendaay freut sich vor allem darüber, dass Dagmar Ploetz' Neuübersetzung des Klassikers von Gabriel Garcia Marquez die alte Übertragung nicht einfach "wegbeißt". Dass die erfahrene Autorin mitunter Curt Meyer-Clasons Wendungen stehenlässt, findet Ingendaay groß. Dass sie den Text einer neuen Lesergeneration wird zugänglich machen können, davon scheint der Rezensent überzeugt. Der Roman selbst, diese "totale" Mehr-Generationen-Geschichte, hat es allemal verdient, findet der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.06.2017

Die Notwendigkeit von Dagmar Ploetz' deutscher Neuübersetzung von Gabriel Garcia Marquez' Welterfolg "Hundert Jahre Einsamkeit" will sich Rezensent Nicolas Freund nicht recht erschließen. Die Übertragung durch den Lateinamerikaexperten und Herausgeber Curd Meyer-Clason aus dem Jahre 1970 mag zwar "zeitbedingte" Altersspuren aufweisen, meint der Kritiker. Aber zum einen darf die Übersetzung ebenso altern wie das Werk, findet Freund. Zum anderen nimmt Ploetz lediglich eine Aktualisierung der Erstübersetzung vor, erklärt der Rezensent, der durchaus anerkennt, dass die hier vorliegende Version nicht nur dem spanischen Satzbau näherkommt und wesentliche Nuancen der Vorlage deutlicher werden lässt, sondern auch kleinere Übersetzungsfehler behebt und die "Überbetonung des Exotischen" ausbessert. Ploetz' Übersetzung ist durchaus leicht lesbar, "schöner" ist aber die Version von Curd Meyer-Clason, meint der Kritiker.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.06.2017

Rezensent Albrecht Buschmann ist glücklich, dass dank Dagmar Ploetz nun endlich eine neue  Übersetzung von Gabriel Garcia Marquez' Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" vorliegt, die der "schillernden Seele" des Werkes gerecht wird. Denn wo Curt Meyer-Clason, der 1970 die erste Übersetzung besorgte, noch vor der Aufgabe stand, dem deutschen Publikum Marquez und die lateinamerikanische Literatur überhaupt erst nahe zu bringen, kann die erfahrene Marqez-Übersetzerin Ploetz heute auf zahlreiche Studien zurückgreifen, die Satzbau, Leitmotive und literarische Verweise des inzwischen zum Klassiker gereiften Werkes erklären, informiert der Kritiker. Und so bewundert Buschmann in seiner minutiösen Analyse der Übersetzung nicht nur Ploetz' präzises Gespür für die Betonungen des spanischen Textes, sondern lobt auch ihr Vermögen die "sachlich-beschreibenden" Passagen originalgetreu wiederzugeben: Anders als bei Meyer-Clason, der stark zum Erklären und Interpretieren neigte, entfaltet sich erst in dieser Version die ganze Wirkung von Marquez' kontrastreicher Sprache, schwärmt der Rezensent.