Shirin ist elf, als sie mit ihrer Familie nach Hamburg kommt. Nur wenige Ausländer leben in Deutschland, Menschen mit dunkler Hautfarbe fallen auf und erleben immer wieder Ablehnung. Shirin fühlt sich oft allein. Warum kann sie nicht so sein, wie alle anderen? Dann denkt sie an Teheran, wo sie mit ihrer Großmutter so gerne auf den Basar gegangen ist. Doch mit der Zeit lebt sie sich ein in ihrer neuen Umgebung und von den anderen Mädchen lässt sie sich auch nicht mehr alles gefallen. Umso fremder werden ihr die Eltern. Sie sprechen nicht einmal mehr dieselbe Sprache. Und dann ist da noch Sarih, ihre persische Freundin, die einen deutschen Freund hat. Was wird aus ihr? In einer überarbeiteten Neufassung erzählt Nasrin Siege die Geschichte einer Kindheit im Deutschland der 60er Jahre, vom Leben zwischen zwei Welten, von Träumen und Sehnsüchten und der Suche nach dem eigenen Weg.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2015
Leider hat sich an der Aktualität von "Shirin", der autobiografisch inspirierten Geschichte Nasrin Sieges, seit den Sechzigern nicht viel geändert, glaubt Rezensentin Regina Riepe. Noch immer erlebten sich Kinder, die wie etwa Shirin aus Persien nach Deutschland kommen, als Fremde, würden ausgegrenzt, wenn sie sich nicht anpassen oder entfremden sich von den Eltern, wenn sie es tun. Siege hat ihr Buch literarisch überarbeitet, was der Rezensentin gut gefällt. Auch den neuen Einband findet sie schöner gestaltet.
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