List Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783471360866 Gebunden, 304 Seiten, 23,99
EUR
Klappentext
Aus dem Russischen von Maria Rajer. Als die 58-jährige Anatolia an einem gewöhnlichen Morgen erwacht, ist sie überzeugt: Heute ist ihr letzter Tag. Gefasst bereitet sie sich auf den Tod vor, doch das Schicksal hat andere Pläne. In Maran, einem winzigen Bergdorf in Armenien, das Erdrutsche, Hunger und Abwanderung fast entvölkert haben, klopft unerwartet ein Nachbar an ihre Tür - mit einem Vorschlag, der alles verändert. Es folgt eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte, die dem vergessenen Dorf neues Leben einhaucht. Zwischen Tradition und Übernatürlichem, wo weiße Pfauen Geburten ankündigen und Kinder Engel sehen können, entfaltet sich ein Panorama menschlicher Wärme.
Große Zuneigung für ihre Figuren und ihre Heimat macht Rezensent Tino Schlench im Buch der armenischen Autorin Narine Abgarjan aus. Sie führt den Kritiker in ein abgelegenes Dorf in den Bergen, indem es weder Technik noch Zeitungen gibt und wo immer wieder Wunder geschehen. In mehreren Episoden erzähle die Autorin "liebevoll", bisweilen etwas "gefühlig", die Geschichten ihrer zum Teil skurrilen Charaktere, da ist die ehemalige Bibliothekarin Anatolia, die von ihrem baldigen Tod überzeugt ist, der aber nicht kommen will, der "wortkarge Schmied Wassili" oder Walinka, die mit einem Plumpsklo eine "kleine Katastrophe" auslöst, wie wir lesen. Viele im Buch geschilderten Traditionen und Speisen stammen aus der Region Tawusch im Nordosten Armeniens, aus der auch die Autorin stammt, erklärt der Kritiker. Ein bisschen wundert sich Schlench schon, dass der Roman im 20. Jahrhundert angesiedelt ist, den politischen Kontext aber völlig ausblendet. Macht aber nichts: Diese Geschichte ist gut gearbeitet, charmant und unterhaltsam, wenn auch manchmal ein bisschen zu "lieblich".
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…