Monica Ali

Hotel Imperial

Roman
Cover: Hotel Imperial
Droemer Knaur Verlag, München 2009
ISBN 9783426198667
Gebunden, 559 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Anette Grube. Küchenchef Gabriel Lightfoot ist Koch mit Leib und Seele. Für ihn zählt nur, dass seine Hotelküche perfekt funktioniert. Doch als in den Katakomben des Londoner Hotels Imperial ein Toter gefunden wird, nimmt Gabriel seine Mitarbeiter und ihr Leben zum ersten Mal wirklich wahr. Hilflos registriert er Betrügereien, Ausbeutung und Brutalität. Um seine eigenen Pläne nicht zu gefährden, verschweigt er sogar die junge Zeugin Lena und lädt so jeden Tag mehr Schuld auf sich.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2009

Mit ihrem Roman "Hotel Imperial" begibt sich Monika Ali in die Küche eines fiktiven, gleichwohl realitätsnahen Londoner Hotels, in dem eine multikulturelle Immigrantentruppe unter schwersten Bedingungen schuftet, lässt Rezensent Reinhard Helling wissen. Das hat Sozialreportage-Charakter und gerät im letzten Drittel des Buches mit den Nachforschungen des Kochs Gabriel Lightfoot zu Menschenhandel und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen sogar unversehens zu einer Günter Wallraff alle Ehre machenden Ermittlung, erklärt der Rezensent gefesselt. Im Vordergrund steht allerdings der Koch Gabriel, in den sich die Autorin, wie Helling versichert, durchaus überzeugend hineinversetzen kann, auch wenn ihr mal kleinere sprachliche "Entgleisungen" unterlaufen. Sehr gestört hat den Rezensenten hingegen, dass sich Ali bei der Charakterisierung ihrer Figuren immer wieder an Details festbeißt, die, obwohl im Einzelfall durchaus sprechend, den Rezensenten in der Wiederholung nervten. Trotzdem findet er, dass der 1967 geborenen Autorin, die als Kind mit ihrer Familie aus Bangladesh nach England emigrierte, mit diesem Roman ein überzeugendes Stück multikulturelles London gezeichnet hat.
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