Aus dem Amerikanischen von Frank Neubauer. In Tim Seeleys neustem Streich trifft Film Noir auf eine multikulturelle US-Kleinstadt und die Toten bleiben nicht lange unter der Erde! Sie kehren zu den Lebenden zurück, aber nicht als menschenfressende Zombies, sondern so, wie man sie vor ihrem Ableben kannte, wenn auch mit leichten bösartigen Ticks ... Als Revivers versetzen sie die Bürger der Kleinstadt Wausau im ländlichen Wisconsin schnell in Panik, denn was soll man mit seinen Liebsten anfangen, die eigentlich tot sein sollten? Und wer ist überhaupt tot und wer wirklich lebendig ? Während die Stadt unter Quarantäne gesetzt und von skandalgeilen Medien und religiösen Fanatikern belagert wird, versuchen die Polizistin Dana Cypress und ihre Schwester Em hinter das Geheimnis zu kommen, was es mit den Wiedergekehrten auf sich hat Gemeinsam mit Comiczeichner Mike Norton ist dem HACK/SLASH-Erfinder Tim Seeley erneut eine Comicstory mit der perfekten Mischung aus klassischen Genreelementen und intelligentem Suspense gelungen. Dana Cypress erinnert als Ermittlerin fürs Rothschild Police Departement, die im winterlichen schneebedeckten Wisconsin in einem Dickicht von Rätseln umherstolpert, an den schwangeren Sheriff Marge (gespielt von Frances McDorman) aus dem Kultfilm FARGO der Coen-Brüder.
Die Idee dieses Comics findet Christoph Haas großartig: Tim Seeley lässt in "The Revival" - offenbar ähnlich wie in der französischen Serie "The Returned" - die Toten zurückkehren, nicht jedoch als nach menschenfleisch gierende Untote, sondern als die, die sie zum Zeitpunkt ihres Todes waren. Weniger gelungen findet er die Umsetzung. Weil Revival in den USA als fortlaufende Serie im Monatsabstand erscheint, dehne Seeley den Plot mit so vielen Spuren aus, dass die Kohärenz leide. Auch die Zeichnungen von Mike Norton findet er etwas hölzern.
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