Julian Barnes

Am Fenster

Essays
Cover: Am Fenster
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2016
ISBN 9783462048643
Gebunden, 352 Seiten, 21,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Gertraude Krueger, Thomas Bodmer, Alexander Brock und Peter Kleinhempel. Julian Barnes schreibt über U-Bahnfahrten mit Penelope Fitzgerald, über Rudyard Kiplings Leidenschaft für Autos, für Frankreich und für Autofahrten durch Frankreich, er feiert Houellebecqs Kompromisslosigkeit und bricht eine Lanze für seine unterschätzten Kollegen (etwa Ford Madox Ford). Barnes hat keine Angst vor Ikonenkritik (George Orwell) und noch weniger vor hymnischem Lob (Lorrie Moore, John Updike).

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.01.2016

Stefana Sabin hat Aha-Erlebnisse mit Julian Barnes Essays. Auch wenn die zuerst im "New Yorker", der "New York Review of Books" oder im "Guardian" erschienenen Texte über französische Literatur und das Verhältnis englischer Schriftsteller zu Frankreich vor allem für ein einglisches Publikum gemacht sind, wie Sabin feststellt, da es meist um englische Ausgaben geht, bieten die Aufsätze über Nicolas de Chamfort oder Michel Houellebecq, Rudyard Kipling oder George Orwell der Rezensentin doch treffliche Einsichten. Als Literaturvermittler, der die Beziehungen zwischen zwei Erzähltraditionen und die magischen Momente zwischen Fiktion und Fakten offenlegt, scheint ihr der Autor gute Arbeit zu leisten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.01.2016

Julian Barnes Essayband "Am Fenster" ist weit mehr als eine Sammlung von Rezensionen und Autorenporträts aus internationalen Magazinen, versichert Rezensent Lothar Müller, der diesen Band auch als Selbstporträt des Autors gelesen hat. Während er in der Doppelrezension "Gegen Herzeleid gibt es kein Heilmittel", in dem Barnes die Trauerbücher von Joan Didion und Joyce Carol Oates bespricht, Persönliches über den Autor erfährt, lernt er ihn in einem Essay über Michel Houellebecq als ebenso gelassenen wie scharfen Kritiker kennen. Mit größter Bewunderung liest der Rezensent den Essay über George Orwell, der ihm nicht nur als Polemik gegen die Literaturauffassung Orwells erscheint, sondern auch einmal mehr das Formbewusstsein und die Doppelbödigkeit Barnes' zeigt. Julian Barnes ist "Art of fiction, plus Humor", schließt der Kritiker.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2016

In seinem nun auch auf Deutsch erschienenen Essayband "Am Fenster" erlebt Rezensentin Felicitas von Lovenberg Julian Barnes in Bestform. Einmal mehr stellt die Kritikerin bewundernd fest, dass der englische Schriftsteller, den sie längst als modernen Klassiker würdigt, gerade in den kürzeren Texten mit meisterlicher Konzentration, Prägnanz, Reduktion und zugleich intensiver Emotionalität zu schreiben weiß. Entsprechend hingerissen liest die Rezensentin neben der dreiteiligen Kurzgeschichte "Hommage an Hemingway" die hier versammelten lehrreichen Essays zur Literatur, in denen sich Barnes nicht nur mit großen Autoren britischen Autoren wie Ford Madox Ford beschäftigt, sondern auch weniger bekannten Schriftstellern, etwa Penelope Fitzgerald, ein würdevolles Denkmal setzt. Ein grandioses Werk, dass auch viel über Barnes selbst preisgibt, schließt die Kritikerin.
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