Ein Buch über die Suche nach geschlechtlicher Identität. Intime Bilder von Transsexuellen und Transvestiten, kombiniert mit Zitaten, spiegeln die Zerrissenheit der Porträtierten. Menschen jeglicher kultureller Herkunft, in allen Stadien ihres geschlechtlichen Wandlungsprozesses, stellen sich vor. Mit einem Essay von Jean-Claude Dreyfus und einer Einleitung von Michel Houellebecq.
Ob Julian Salinas wirklich zum Innersten seiner Modelle vorgedrungen ist, bleibt für Wolfgang Müller fraglich. Für ihn bewirken die helle Beleuchtung und das starke Make-Up der Fotgrafierten eher einen tarnenden Effekt, "maskenhaft" und "exotisch" zugleich. Die um Realismus bemühte Darstellung verstärke die Fremdheit und nehme den Modellen, oft Prostituierte, jeden Glamour. Müller bezweifelt außerdem, ob sich Transsexuelle, Transvestiten und Transgender überhaupt unter einem Nenner zusammenfassen lassen. Die aufwendige Aufmachung findet er nach eigener Aussage zwar recht schön, doch vermutet er hinter der Goldschrift und dem "heftig duftenden" Ledereinband auch einen Versuch, den Eindruck des Exotischen zu unterstützen.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…