Ein Buch über die Suche nach geschlechtlicher Identität. Intime Bilder von Transsexuellen und Transvestiten, kombiniert mit Zitaten, spiegeln die Zerrissenheit der Porträtierten. Menschen jeglicher kultureller Herkunft, in allen Stadien ihres geschlechtlichen Wandlungsprozesses, stellen sich vor. Mit einem Essay von Jean-Claude Dreyfus und einer Einleitung von Michel Houellebecq.
Ob Julian Salinas wirklich zum Innersten seiner Modelle vorgedrungen ist, bleibt für Wolfgang Müller fraglich. Für ihn bewirken die helle Beleuchtung und das starke Make-Up der Fotgrafierten eher einen tarnenden Effekt, "maskenhaft" und "exotisch" zugleich. Die um Realismus bemühte Darstellung verstärke die Fremdheit und nehme den Modellen, oft Prostituierte, jeden Glamour. Müller bezweifelt außerdem, ob sich Transsexuelle, Transvestiten und Transgender überhaupt unter einem Nenner zusammenfassen lassen. Die aufwendige Aufmachung findet er nach eigener Aussage zwar recht schön, doch vermutet er hinter der Goldschrift und dem "heftig duftenden" Ledereinband auch einen Versuch, den Eindruck des Exotischen zu unterstützen.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…