Michel Bergmann

Machloikes

Roman
Cover: Machloikes
Arche Verlag, Zürich 2011
ISBN 9783716026663
Gebunden, 336 Seiten, 20,50 EUR

Klappentext

Manche von ihnen sind allerdings sesshaft geworden: Robert Fränkel zum Beispiel, die Berliner Stimmungskanone, hat geheiratet und sich mit einem Teppichladen selbstständig gemacht. Und der 14-jährige Alfred erlebt sein höchstes Glück, als er sein neues, hellblau blitzendes Rennrad aus dem Laden in die Sonne schiebt um es stolz seiner heimlichen Liebe Juliette zu präsentieren. Das Leben ist schön. Doch dann wird Fränkel von einem CIA-Beamten vorgeladen. Er soll erklären, warum sein Name in so vielen Akten der SS auftaucht. Dabei hat Fränkel im Krieg doch nur Witze erzählt die allerdings so gut waren, dass er einige davon Adolf Hitler beibringen sollte. Und damit fangen die Machloikes an...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2012

Als ein Denkmal des jüdischen Lebens im Frankfurt der 50er Jahre bezeichnet Anja Hirsch diesen neuen Roman von Michel Bergmann, der damit an sein Debüt "Die Teilacher" anknüpft. Der Roman zeigt uns Bergmanns Helden Alfred Kleeberg noch als Schüler, der erste Erfahrungen sammelt. Hirsch schätzt vor allem Bergmanns Fähigkeit, den Figuren warmherzig nahe zu sein, ohne angesichts ihrer stets präsenten historisch begründeten Melancholie in Pathos zu verfallen. Bergmanns Prosa, schreibt sie begeistert, ist oraler Natur. Ihre Lebendigkeit erhält sie laut Hirsch direkt durch die Chuzpe der Figuren. Und, okay, einen sehr lustigen Witz gibt es auch: ?Kommt der Sohn nach Hause und sagt: Mama, ich habe eine tolle Rolle in unserem neuen Schulstück bekommen. Nu, was spielst du?, fragt die Mutter. Ich spiele einen jüdischen Ehemann. Was?, schreit die Mutter, keine Sprechrolle?!?
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