Wie verkraftet man den viel zu frühen Verlust des Vaters? Eine Vater-Tochter-Geschichte, in der die Sehnsucht lange Schatten wirft und die Erinnerung in allen Farben des Lichts funkelt.Jedes Jahr eine Reise zur nächsten Sonnenfinsternis. So führt Stellas Vater sein Leben. Immer kommt er zurück mit Fotos von der funkelnden Sonnenkorona und Geschichten von den abgelegensten Orten der Erde. Mitnehmen kann er Stella nicht - viel zu gefährlich -, aber die eigentümlichen Spezialbrillen und die glitzernden Teleskope gehören auch zu ihrem Alltag. Bis der Vater eines Morgens nicht mehr aufsteht. Von nun an ist Stella auf sich allein gestellt, ein Sonderling in dem kleinen Ort. Als sie volljährig wird, beschließt sie, endlich herauszufinden, warum ihr Vater so fasziniert war von der totalen Eklipse. Sie bucht eine Reise in den Kongo, wo die Sonne bald im Verborgenen liegen wird. Dort begreift Stella, dass der Mondschatten die dunkelsten Geheimnisse ihres Vaters hütet...Ein modernes Märchen: Voll Wärme und Empathie erzählt Michael Stavarič von einer jungen Frau, die sich in der auflauernden Dunkelheit auf die Suche nach ihrer Familiengeschichte macht.
Ziemlich wild geht es zu in Michael Stavarics neuem Roman, findet Rezensentin Julia Schröder: Die fünfzehnjährige Stella findet ihren alleinerziehenden Vater tot vor, er war ein sogenannter "Sternenkundiger", der ständig verschiedenen Naturphänomenen nachjagt. Sie will nun in seine Fußstapfen treten, gerät dabei aber nicht nur in allerhand verrückte Situationen, sondern muss auch feststellen, dass ihr Vater ihr nie ihre ganze Lebensgeschichte erzählte. Wie hier "groteske Komik und Melancholie" spielerisch zusammengehen, gefällt der Kritikerin gut, wenngleich es die Autorin manchmal doch ein wenig zu bunt treibt.
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