Die Bände sind Einführung und Arbeitsmittel und setzen neue Akzente innerhalb der unüberschaubar werdenden Sekundärliteratur. Die den einzelnen Artikeln beigefügten Belegstellen machen die Verwobenheit der jeweiligen Begriffe in das Gesamtwerk sichtbar und fordern zugleich zu weiterführenden Probebohrungen auf.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.01.2001
Ralph Hammerthaler charakterisiert die beiden Bände, die es unternehmen Benjamins Begriffe zu analysieren, als "Expeditionen statt Definitionen" und findet, dass sie damit dem Denken Benjamins durchaus gerecht werden. Er lobt, dass die Autoren "das ganze Spektrum" an Begriffen abdecken und selbst fehlende Stichwörter wie die Melancholie in anderen Begriffsuntersuchungen "durchschimmern". Nur ausnahmsweise findet Hammerthaler "autistisch geschraubte Sätze", wie z. B. bei den Ausführungen Josef Fürnkäs` zur Aura, einem Schlüsselbegriff Benjamins. Insgesamt aber überwiegt der positive Eindruck, und er preist die Autoren für ihre Bereitschaft, sich auf "Benjamins eigenes Abenteuer" einzulassen, indem sie das Schwebende und schwer fassbare seiner Begriffe herausarbeiten.
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