Michael Krüger

Mein Europa

Gedichte aus dem Tagebuch
Cover: Mein Europa
Haymon Verlag, Innsbruck 2019
ISBN 9783709934708
Gebunden, 256 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

In "Mein Europa" zeigt Michael Krüger sich als Enthusiast des steillen Beobachtens, als Eingeweihter im Gespräch der Tiere, als Skeptiker der menschlichen Natur, als Kenner vielfältiger Traditionen, Kulturen und Sprachen - und nicht zuletzt als glühender Anhänger des europäischen Gedankens. Gedichte von Orten in ganz Europa, von den Zentren bis in die Peripherie. Über den Zeitraum von eineinhalb Jahren hat Michael Krüger an all den Orten, die er bereiste, Gedichte verfasst. Es sind die Orte der Peripherie, an denen er mehr über sich und das Leben vernimmt als im Trubel der großen Städte. Entstanden ist ein sehr persönlicher Atlas Europas, chronologisch unterteilt in die vier Jahreszeiten.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 30.05.2020

Laut Rezensenten Manfred Osten zeugt Michael Krügers "lyrisches Tagebuch seiner europäischen Reisen" zu gleichen Teilen von der Enttäuschung des Autors im Angesicht der europäischen Selbstzersetzung, Umweltverschmutzung und Konsumzentriertheit sowie von seiner Faszination an den bereisten Städten und ihren kleinen Wundern. Letzteren hat der Autor mit seinen Gedichten denn auch die eindrücklichsten Denkmäler gesetzt, lobt der Kritiker, dem etwa die Schilderung von "Äpfeln auf dem Gartentisch" in einem Haus bei Paris besonders in Erinnerung geblieben ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2020

Rezensent Kai Sina hält die Schwermut kaum aus in Michael Krügers späten Gedichten. Die jahreszeitlich geordneten, mit Ortsnamen versehenen freien Verse kreisen laut Sina um Abschied, den eigenen und den von einer Zivilisation, auf die das lyrische Ich keinen Cent mehr gibt. Das Lamento über Klima und Umwelt, Autohäuser und einen kaum mehr verlässlichen Glauben scheint Sina derart schwarzgallig, dass selbst das schöne München, Krügers Heimat, und die ab und zu aufblitzende Lakonie darunter verschwinden.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.01.2020

Harald Eggebrecht schlägt Michael Krügers Gedichte an beliebiger Stelle auf und lauscht den "Liedern eines fahrenden Gesellen". Ohne Dramatik, eher unprätenziös, impressionistisch, die europäischen Metropolen durchstreifend, bietet ihm Krüger einen fruchtbaren Blick auf den Kontinent. Bei Spaziergängen durch Madrid, Odessa, München oder Hannover lässt der Autor laut Eggebrecht seinen Assoziationen unbeschwert freien Lauf, persönlich, melancholisch flanierend. Daran nimmt der Rezensent gerne teil.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.01.2020

Rezensent Ulrich Greiner ist gerührt von Michael Krügers lyrischem Tagebuch 2017-2019. Krügers konzentrierte, lapidare Einträge liest er als erhellendes, bewegendes Spätwerk. Sowohl die Lebensfreude des Autors als auch seine Ahnung vom Ende drücken die Texte laut Greiner aus. Ist der Adressat Gott?, fragt sich Greiner bisweilen beim Lesen. Oder ist es "nur" der Vogel auf der Zypresse, dem der Autor zugeneigt lauscht?

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