Aus dem Englischen von Michael Raab. Ein Mitarbeiter des Nobelpreiskomitees versucht verzweifelt, die frohe Botschaft zu überbringen. Ein Kontraphonspieler will im hintersten Orchestergraben seinen Einsatz bei Takt 973 keineswegs verpassen, und Lady Hillarye und Sir Geoffrye verbringen streitend ihre letzte Ruhe in einer Gruft. Michael Frayns Streichholzschachteltheater bietet eine vergnügliche Show in 30 zündenden Unterhaltungen und Monologen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2015
Hier kommt alles vor, die Welt in der sprichwörtlichen Nussschale, versichert Rezensentin Irene Bazinger angesichts der Minidramen des 1933 in London geborenen Michael Frayn. Vor allem aber kommen Esprit, Witz und Fantasie vor, wenn Frayn in Dialogen und Beobachtungen Alltagsabsurditäten einfängt, Preisverleihungen, Liveschaltungen und Paarkommunikation in Sketchen auf die Spitze treibt und ihren Witz mit "erkentnistheoretischem Interesse" freilegt, wie Bazinger erläutert. Bazinger denkt dabei an Monty Python und Karl Valentin, fühlt sich zwischen Boulevard und Bio-Pic und Historiendrama aber vor allem wunderbar gut unterhalten vom "Psycho-Strategen" Frayn.
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