Ein einfacher Mann geht die Strasse entlang, kommt an einem Hotel vorbei und wird vom Pagen auf einem verworren gemusterten Teppich in ein ausserordentliches Zimmer geflogen: Willkommen im "Hotel der Zuversicht"! Hier treten sie alle auf, die Geschäftsmänner und Wissenschaftler, die Erfinderinnen, Privatdetektive und Spioninnen, der Modeschöpfer und die Gräfin, Schulkinder, Tanten und Verlobte, Hunde und Katzen, die Gutsherren, Räuber und Polizisten, der Seiltänzer, die Sängerin und die Rezeptionistin.
Rezensent Nico Bleutge lobt vor allem die Sprache von Michael Fehrs neuem Buch. Der Autor versammelt darin 50 kurze, originelle Erzählungen voller Fantasie, die Bleutge zufolge mal Krimis und mal einfachen Vignetten ähneln. Obwohl die Texte oftmals absurde Inhalte darlegen, darunter beispielsweise ein Mann, der Besuch von Kristallklötzen bekommt, verbindet der Autor die Texte so, dass das alles sinnig und selbstverständlich erscheint und sogar gesellschaftliche Strukturen hinterfragt, erklärt der Rezensent. Manche der Geschichten scheinen ihm schematisch und manche Figuren zu sehr auf Pointe angelegt, doch darüber kann Bleutge angesichts der "wahrnehmungssatten" Kunstsprache des Autors hinwegsehen.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…