Als Theodor Herzl 1897 den Ersten Zionistischen Kongreß einberief, wurde er von Juden und Nichtjuden als Träumer verspottet. Ein halbes Jahrhundert später, 1948, wurde der Staat Israel gegründet. Dieses Buch beschreibt die politische Bewegung, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die Rückkehr der Juden auf ihren historischen Boden und in die staatliche Souveränität bewirkte. Es informiert über die Vorgeschichte des Zionismus im frühen 19. Jahrhundert, die wichtigsten europäischen Zentren und Positionen des frühen Zionismus, die Herausbildung unterschiedlicher zionistischer Parteien, die wachsende Einwanderung von Juden nach Palästina sowie den sich zuspitzenden Konflikt zwischen jüdischer und arabischer Bevölkerung. Ein abschließendes Kapitel fragt nach dem Weiterwirken des Zionismus in Israel von der Staatsgründung bis zur Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.04.2002
Christian Jooss zeigt sich in seiner kurzen Kritik des Buches über die Geschichte des Zionismus sehr angetan. Dass der Autor die "zwiespältige Situation" der Juden in Europa eng mit der Biografie von Theodor Herzl verknüpft, leuchtet dem Rezensenten ein. Er lobt Brenner für seine Fähigkeit, große historische Bewegungen mit "feinen Randbemerkungen" zu kombinieren, wie zum Beispiel Herzls Entscheidung, in "letzter Minute" seinen Zionistenkongress von einem Bierkeller in das Casino zu verlegen. Am besten aber haben Jooss die Schilderungen der "Gründungsmythen" der Juden in Palästina gefallen, die er als das "farbigste Kapitel" des Buches lobt.
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