Michael Beintker (Hg.)

Barth Handbuch

Cover: Barth Handbuch
Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2016
ISBN 9783161500763
Taschenbuch, 538 Seiten, 49,00 EUR

Klappentext

Karl Barth (1886-1968) war einer der großen prägenden Theologen des 20. Jahrhunderts. Mit seinen theologischen Arbeiten, insbesondere mit seiner Kirchlichen Dogmatik, erreichte er weltweiten Einfluss. In der Reihe der Theologen Handbücher bietet das Karl Barth Handbuch übersichtliche und instruktive Zugänge zur Biografie, zur Werk- und Wirkungsgeschichte und zu den profilbildenden theologischen Entscheidungen und Themen im Denken dieses bedeutenden Theologen. Es wendet sich in gleicher Weise an allgemein Interessierte und an Fachleute. Die einzelnen Artikel können sowohl als Hinführung als auch als Bündelung und Fokussierung gelesen werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.12.2016

Friedrich Wilhelm Graf kann das von Michael Beintker herausgegebene Handbuch über den protestantischen Theologen Karl Barth nur sehr eingeschränkt empfehlen, als soliden Wegweiser druch das Werk. Eingeschränkt wird die Empfehlung laut Graf unter anderem durch Unausgewogenheiten im Verzeichnis der Sekundärliteratur, in der Gewichtung der Themen, ferner durch eine allzu heroisierende Perspektive, zu viel Redundanz in den Beiträgen und eine mangelhafte Architektonik, in der etwa der Ethiker Barth unzulässigerweise vom Homo politicus Barth geschieden wird, wie Graf erklärt. Dass außerdem wichtige Barth-Debatten im Ausland, Rezensionen von Barths Publikationen und Barth-Schulen im Buch weitgehend ignoriert werden, kann Graf nicht verstehen. Insgesamt wird Barth nur in vagen Umrissen kontextualisiert, kritisert Graf weiter. Weshalb es sich heute noch lohnt, Barth zu lesen, erfährt er aus dieser Lektüre jedenfalls nicht. Der Meister erscheint Graf hier eher als Gestalt einer fernen Vergangenheit.
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