Wenn ihre wichtigsten Handelspartner eine gemeinsame Wirtschaftspolitik verfolgen, kann das an der Schweiz nicht spurlos vorbeigehen. In welchem Ausmaß haben aber die EU-Staaten tatsächlich eine gemeinsame Vorgehensweise gewählt? Und in welchem Maß bestimmen die einzelnen EU-Staaten ihre Politik weiterhin selbst? Was bedeutet all dies für die schweizerische Wirtschaft und Wirtschaftspolitik? Vierzehn wichtige Politikfelder werden in dieser Hinsicht genauer unter die Lupe genommen: Geldpolitik, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Wettbewerbspolitik, Handelspolitik, Regionalpolitik, Landwirtschaft, Arbeitsmarkt, Finanzdienstleistungen, Verkehr, Energie, Telekommunikation, Post, Wissenschaft und Forschung sowie Entwicklungszusammenarbeit. Beschrieben werden auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Wirtschaftspolitiken der EU und der Schweiz.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Recht informativ findet der Mt. zeichnende Rezensent den Band "EU-Wirtschaftspolitik aus Schweizer Sicht", der Beiträge von 23 Autoren zum Thema versammelt. Der Band stelle dar, wie Politik in der EU gemacht werde und welches Spannungsfeld sich zwischen Vertiefung und Erweiterung der Union auftue. Die Kapitel zu den einzelnen Politikbereichen (von der Geldpolitik über die Landwirtschaft bis hin zur Entwicklungszusammenarbeit) findet der Rezensent "sehr übersichtlich" gestaltet. Als einführendes Nachschlagewerk kann er das Buch an der EU interessierten Lesern nur empfehlen. Für bedauerlich hält er allerdings, dass der Band keine kritischen Analysen der schweizerischen und der europäischen Politik leistet. Nicht einmal das offensichtlichste Versagen, etwa im Agrarbereich, würde ausdrücklich als solches benannt.
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