Berge verkörpern eins der letzten Abenteuer der Menschheit. Sie sind majestätisch, mächtig, ewig, aber auch archaisch und gefährlich. Diese Mischung fasziniert Bergsteiger und Skifahrer, Touristen und Einheimische, Aussteiger und Tunnelbauer gleichermaßen. Die Journalistin Melanie Mühl ist dieser Faszination nachgegangen und hat Menschen besucht, die von der Außenwelt abgeschnitten in einem Bergdorf leben, die sich den Gesetzen der Alpen unterordnen oder in der rauen Natur ihr Glück gefunden haben. Die Reportagen sind geprägt von einer einfühlsamen Neugier, von einer genauen Beobachtung und von einem brillanten Stil, der dem Leser eine wunderbare Landschaft eröffnet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.04.2010
Melanie Mühls Reportagen über Menschen im Gebirge für die Wochenzeitschrift "Schweizer Familie", die jetzt in einem Band erschienen sind, haben Christian Jostmann sehr gefallen. Die Autorin spürt darin den Beziehungen zwischen Mensch und Berg, aber auch zwischen den Menschen untereinander nach, die in diesen Naturextremen leben, stellt der Rezensent fest. Besonders berührt hat ihn dabei die Reportage über ein niederländisches Ehepaar, das offenbar Jahr für Jahr in die Berge gereist ist und diese Reise auf stets gleichen Fotos von sich vor Gebirgskulisse festgehalten hat. Anerkennend bemerkt der Rezensent, dass die Autorin dabei weder kitschig wird noch in einen "Ästhetizismus" gleitet, Gefahren, die bei dem Sujet immer lauern, wie er meint. Doch Jostmann findet hier im Gegenteil die "Zurückhaltung", die er gegenüber den mächtigen Bergen als "angemessen" empfindet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2010
Rezensentin Beatrice von Matt zeigt sich fasziniert von den Reportagen Melanie Mühls, die von Menschen in den Bergen - hauptsächlich in den Schweizer Alpen - handeln, und bezeichnet sie als "erstaunlich". Sie ist beeindruckt, wie präzise die in Frankfurt lebende Autorin hinhört und wie solide recherchiert sie sich ihrem Forschungsgegenstand annähert. In den Texten verbinden sich nach Einschätzung der Rezensentin " Achtsamkeit" und "Forschergeist". Deshalb stört sich Matt nicht mal daran, dass das Ergebnis fast ein bisschen zu sehr nach Harmonie klingt: "Ein bisschen heile Welt darf sein, wenn so viel genaueste Informationen mitgegeben werden."
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