Matthias Lohre

Der kühnste Plan seit Menschengedenken

Roman
Cover: Der kühnste Plan seit Menschengedenken
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783803133366
Gebunden, 480 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Nein, reiner Zufall ist es nicht, dass Irene in der New Yorker Unterführung plötzlich wieder vor ihm steht. Aber das kann Herman nicht wissen. Ihre Liebesgeschichte beginnt 1925 mit einer kleinen Schwindelei. Größere werden folgen. Auch veritabler, wechselseitiger Verrat. Und doch lieben sie sich und teilen den unerschütterlichen Glauben, dass die Welt zu retten sei: Gewaltige Dämme sollen das Mittelmeer absenken, Europa und Afrika so zu einem reichen, friedlichen Superkontinent verschmelzen - Atlantropa.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2021

Einen besseren Titel hätte sich Rezensent David Lindenfeld für diesen auf Tatsachen beruhenden Roman nicht vorstellen können. Im Jahr 1928 stellten der Münchner Architekt Herman Sörgel und seine Frau, die jüdische Kunsthändlerin Irene, der Öffentlichkeit ihren Plan vor, riesige Staudämme zu bauen, um den Meeresspiegel im Mittelmeer zu senken und aus Europa und Afrika einen Großkontinent namens Atlantropa zu machen. Das Projekt wurde erst 1950 durch die Erkenntnis drohender Katastrophen fallen gelassen, resümiert der Kritiker. Das Ende der wenig erinnerten Geschichte ist also bekannt - und dennoch gelingt Lohre, Journalist und Autor verschiedener Sachbücher, Spannung, staunt Lindenfeld. Denn der Autor folgt den Biografien seiner beiden Figuren durch die Zeiten, auch durch den Nationalsozialismus, der vor allem Sörgels jüdische Frau Irene vor Probleme stellt, erläutert der Rezensent. Und wie Lohre die zahlreichen Nebengeschichten und Intrigen, die die große Utopie der beiden begleiteten, gekonnt zusammenführt, ringt ihm ohnehin große Anerkennung ab.
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