Matthias Heine

Verbrannte Wörter

Wo wir noch reden wie die Nazis - und wo nicht
Cover: Verbrannte Wörter
Bibliographisches Institut, Berlin 2019
ISBN 9783411742660
Gebunden, 224 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

"Asozial", "Bombenwetter", "entartet" oder "Volk" - nicht wenige deutsche Begriffe sind im öffentlichen Sprachgebrauch verpönt, weil sie mit der ideologisch und propagandistisch aufgeladenen Rhetorik der Nationalsozialisten in Verbindung gebracht werden. Trotzdem tauchen sie gelegentlich in unserer Alltagssprache auf. Spätestens aber seit in der aufgeheizten politischen Debatte verstärkt sprachliche Grenzen ausgereizt und Tabus gebrochen werden, stellt sich wieder die Frage, welche Wörter man benutzen darf, ohne an die NS-Ideologie anzuknüpfen.Der Journalist, Historiker und Linguist Matthias Heine setzt sich deshalb mit der Sprache der Nazis auseinander und geht dazu konkret auf etwa 80 Begriffe näher ein. Manche, etwa "Eintopf", dürften dabei überraschen. Umgekehrt zeigt sich, dass nicht alles in die Nazi-Schublade gehört, was wir dort hineingepackt hätten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2019

Robert Probst hält das Kompendium des Journalisten Matthias Heine für wichtige Lektüre wider den unsensiblen, ahistorischen Umgang mit Nazi-Begriffen. Die mehr als achtzig Begiffe im Band, die der Autor auf ihre Herkunft, ihre Nutzung beziehungsweise Umdeutung durch die Nazis untersucht, lassen Probst erkennen, wie die NS-Diktatur die Sprache benutzte, um auszugrenzen und zu verschleiern. Spannend findet Probst, wie Heine einerseits zeigen kann, inwiefern solche Begriffe weiterleben, und andererseits fälschlich für Nazi-Vokabular Gehaltenes offenzulegen weiß.

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