Eine Untersuchung von Gestalt und Funktion frühmittelalterlicher Königsschätze stellte bislang ein Desiderat der Mittelalterforschung dar. Dies gilt für deren funktionale Einordnung in die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der Spätantike und des früheren Mittelalters ebenso wie für die Erforschung der Grundlagen, aus denen sich die Bedeutung dieses königlichen Herrschaftsinstrumentes erklärt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2004
Das größte Plus von Matthias Hardts Abhandlung ist zugleich ihr Manko, behauptet Martin Lhotzky: ihre Materialfülle. Das überzeugt ihn einerseits davon, dass der Verfasser etwas von der Materie verstehen könnte, hat aber auch abschreckende Folgen: Der Rezensent vermeldet trotz großen Interesses am Thema Ermüdungserscheinungen. 50 Seiten Quellen- und Literaturverzeichnis, in Fußnoten über den Text verteilt, sprächen für sich, meint Lhotzky und leitet die vielen Belegstellen aus dem Umstand ab, dass Hardt seine Doktorarbeit umgearbeitet hat. Nicht genügend umgearbeitet, denn nur im ersten zusammenfassenden Teil findet Lhotzky den ausführlichen Blick auf die Quellenlage gerechtfertigt. Doch ob die erschöpfende Detailliste der verschiedenen Horte und Schätze nötig gewesen wäre, bezweifelt Lhotzky. Da fehle es Hardt an schriftstellerischer Strategie, bemängelt er und hätte beispielsweise gern mehr über den Übergang von der Gabentauschgesellschaft zum Feudalsystem gelesen, als statt Gold plötzlich Land verteilt wurde. Wo es allerdings um Kunst- und Kultgegenstände, um Münzmeister, Goldschmiede und Motivweitergabe gehe, das will Lhotzky doch noch positiv erwähnen, gelinge es Hardt durchaus, bislang nicht so leicht fassbare Erkenntnisse über Hofwerkstätten in einen instruktiven Zusammenhang zu stellen.
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