Matt Dinniman

Carl's Doomsday Scenario

Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe
Cover: Carl's Doomsday Scenario
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2026
ISBN 9783596712496
Kartoniert, 448 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Leo Ruggero. Neues Achievement! Du hast es bis Band 2 geschafft. Herzlichen Glückwunsch, du Nerd! Belohnung: eine Stadt in Ruinen. Und Killerclowns. Und Explosionen. Im zweiten Teil der legendären Fantasyserie um Carl und Princess Donut bleibt kein Stein auf dem anderen.Die Trainingsphase ist abgeschlossen. Jetzt können die Spiele endlich beginnen. Die Bewertungen und Zuschauerzahlen schießen in die Höhe. Die Fans können gar nicht genug bekommen. Und der Dungeon wird von Tag zu Tag gefährlicher. Carl und Prinzessin Donut müssen härter denn je ums Überleben kämpfen, und um nicht von den fiesen Moves der Dungeon-KI überrascht zu werden.  Außerdem hat Carl immer noch keine Hose.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.07.2026

Rezensent Daniel Wüllner bespricht weniger ein einzelnes Buch, als eine ganze Buchreihe, nämlich die Serie um Dungeon Crawler Carl, mit der Matt Dinniman derzeit große Erfolge feiert. Zurecht, findet der sehr angetane Rezensent, der viel anfangen kann mit dem neuen Genre "Literary Role Playing Game", kurz LitRPG, dessen Aushängeschild Wüllners Bücher sind. Was hat es mit LitRPGs auf sich? Es handelt sich um Computer-Rollenspiele in Romanform, soll heißen die Leser verfolgen actionreiche Abenteuer von Figuren, die mit Lebenspunkten, Spezialfähigkeiten und magischen Gegenständen ausgestattet sind. "Als würde man jemandem auf Youtube beim Computerspielen zuschauen." Konkret geht es um den titelgebenden Carl, der in einer von Außerirdischen weitgehend zerstörten postapokalyptischen Welt an einer Art tödlichen Realityshow teilnimmt - und von der Showkatze Prinzessin Donut, die über ein Bewusstsein verfügt und äußerst charismatisch ist, begleitet wird. Die Mischung aus Humor und Gewalt, die die Bücher prägt, erinnert Wüllner an Quentin Tarantino. Außerdem fragt er sich: Ist es nicht eine unzulässige Abkürzung, wenn Dinniman seine Figuren nicht klassisch literarisch charakterisiert, sondern ihnen einfach einen Sympathie-Punktwert zuschreibt? Nicht wirklich, lautet die Antwort, schließlich geht Dinniman mit dem LitRPG-Genre äußerst kreativ um, etwa wenn die Figuren sich in Chatfenstern miteinander unterhalten. Außerdem scheint, heißt es am Ende der ausgesprochen positiven Besprechung, immer wieder ein Humanismus durch, der sich nicht quantifizieren lässt.
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