Aus dem Englischen von Maria Poets und Tobias Schnettler. Erst wird ein junger Mann angespült, und dann strandet der Wal. Die dreihundertsieben Bewohner des Fischerdorfs St. Piran spüren sofort: Hier beginnt etwas Sonderbares. Doch keiner ahnt, wie existentiell ihre Gemeinschaft bedroht ist. So wie das ganze Land. Und vielleicht die ganze Welt. Weil alles mit allem zusammenhängt.
John Ironmonger erzählt eine Geschichte über das, was uns als Menschheit zusammenhält. Und stellt die wichtigen Fragen: Wissen wir genug über die Welt, in der wir leben? Was brauchen wir, um uns aufgehoben zu fühlen? Und was würdest du tun, wenn alles auf dem Spiel steht?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2019
Rezensent Martin Halter muss zwar einiges an Zucker schlucken in dieser "Kuschel-Dystopie" von John Ironmonger - im Grunde hat der Kritiker aber gar nichts einzuwenden gegen eine Prise "Pilcher" in Krisenzeiten. Und so liest der Kritiker die glasierte Geschichte um einen Londoner Banker, der zeitgleich mit einem mysteriösen Wal an der Küste Cornwalls strandet, um einem 300-Seelen-Kaff das Weltende zu verkünden und vor Ort nur Liebe und Menschlichkeit erlebt, durchaus mit Gewinn. Einige kluge Gedanken des Autors zu Vergänglichkeit und Heimat in Zeiten der Globalisierung nimmt Halter auch noch mit.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.05.2019
Dieser Roman trägt eine ganze "Speckschicht aus Bedeutung", konstatiert Wolfgang Schneider - was für den Kritiker aber nicht zwingend etwas Schlechtes bedeutet. Denn John Ironmonger weiß seine apokalyptische Story um einen Londoner Investmentbanker, der ein Programm entwickelt, das eine Menschheitskatastrophe vorhersieht und schließlich mit einem 300-Seelen-Dorf einen gestrandeten Wal vor dem Verenden zu retten versucht, um ihn dann zu verspeisen, klug und nüchtern zu verpacken, meint Schneider: Das Buch ist im Wesentlichen in Dialogform gehalten, durch Verweise auf Thomas Hobbes, Jared Diamond und den Komplexitätsforscher Yaneer Bar-Yam kühlt Ironmonger die Katastrophenästhetik von Dystopien runter, erkennt der Kritiker an. Als "Denkspiel", wenn auch nicht als Unterhaltung, scheint er den Roman empfehlen zu können.
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