Sie finden sich überall: im Trinkwasser, im Gemüse, im Obst, im Getreide, in der Milch, im Bier - in vielen unserer Lebensmittel. Und in uns selbst: im Gewebe, im Urin, in der Muttermilch. Überall da, wo sie nicht hingehören und nicht hingelangen sollen, finden wir die giftigen Hinterlassenschaften der industrialisierten Landwirtschaft, die Rückstände der synthetischen Pestizide. Ihr weltweiter Einsatzist zu einem gewaltigen Vernichtungsfeldzug geworden, der vielen Pflanzen und Tieren auf dem Land das Überleben unmöglich gemacht hat. Es ist höchste Zeit, das Gift von den Äckern zu verbannen und wieder mit der Natur und dem Leben zusammenzuarbeiten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.12.2020
Rezensentin Nele Rößler erfährt nicht genug über die Zukunftsfähigkeit ökologischer Landwirtschaft in dem von Mathias Forster und Christopher Schümann herausgegebenen Sammelband mit Beiträgen von 33 Forschenden und MitarbeiterInnen von Umweltorganisationen. Zwar führen ihr die Texte den Verlust der Biodiversität an alarmierenden Fallbeispielen vor Augen, zeigen, was Pestizide mit Insekten anstellen und was sie kosten, und lassen erahnen, dass eine ökologische Landwirtschaft durchaus in der Lage wäre, die Welt zu ernähren. Doch bleiben dabei aufgrund der politischen Ausrichtung des Bandes laut Rößler viele Fragen offen. Grundsätzliches werde in den Texten kaum diskutiert, findet sie, eher werden Argumente für den Ökolandbau gesammelt.
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