Martin von Arndt, Martin Grünitz

Der Fußballcrash

Cover: Der Fußballcrash
RRS Verlag, Stuttgart 2002
ISBN 9783831135097
Gebunden, 172 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Die Gelddruckmaschine Fußball: Ein Traum, der in naher Zukunft für viele Bundesligavereine vor dem Konkursrichter enden wird. Schon die finanzielle Schieflage des Kirch Konzerns hat bewiesen: Ohne radikales Umdenken sämtlicher Beteiligten blüht dem Fußballmarkt dasselbe Schicksal wie im Jahr 2001 dem sogenannten Neuen Technologiemarkt an der Börse - der Crash. Das Buch ist eine kritische Bestandsaufnahme deutschen Fußball-Marketings. Es bietetzahlreiche Daten, Grafiken, Tabellen und Hintergründe zur aktuellen Vermarktungspraxis.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.06.2002

Im großen und ganzen zeigt sich Rezensent Wolfgang Hettfleisch sehr zufrieden mit Martin Grünitz und Martin von Arndts kritischer Analyse der zunehmenden Kommerzialisierung des deutschen Fußballs. Den Autoren kommt nach Ansicht Hettfleischs das Verdienst zu, Geldströme und Entwicklungen in TV-Vermarktung, Sponsoring und Merchandising rund um den Fußball transparent gemacht und minuziös mit Zahlen und Fakten zu belegt zu haben. Zwischen den Zeilen scheint laut Hettfleisch der "Bratwurst-Esser aus der Fankurve" durch: beklagt werden die Entfremdung des Fußballgeschäfts von den Fans sowie das Abwenden von der Milieu-Kultur. Aber die schiere Masse an Zahlen und Fakten, die die Autoren auf 170 Seiten ausbreiten, ist dem Rezensent doch ein wenig zu viel des Guten. So sieht er im "Fußballcrash" eher ein Nachschlagewerk für Sportredaktionen als ein Aufklärungsbuch für den Durchschnittsfan. Nichtsdestoweniger: wer einen "korrekten und nicht selten analytisch scharfsinnigen Überblick zur aktuellen Situation auf der Bühne und hinter den Kulissen des Fußballtheaters sucht", lobt der Rezensent abschließend, "kommt um dieses Buch schwerlich herum".
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