Die Welt teilt sich in die, die überholen, und die, die überholt werden. Wer möchte da nicht auf der richtigen Spur sein. Was es dabei zu beachten gilt, erfährt man in großer Bandbreite in Martin Suters neuen Geschichten über eine stressgeplagte Zunft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2002
Der Rezensent Gieri Cavelty ist beeindruckt von der Fähigkeit Martin Suters, aus einem relativ eng abgesteckten thematischen Feld - nämlich der Business Welt, ihren Protagonisten und deren Deformationen - immer wieder neue und dabei auch noch unterhaltsame Texte zu verfassen. Ihm gefällt vor allem der "liebenswürdig-ironische Blick" und die "bemerkenswert lakonische Sprache", die der Autor für seine Themen habe. Zwar merkt man den Texten ihren Entstehungszeitraum, während des Höhepunkt des New Economy Booms an, und da sich seither in der Wirtschaftswelt viel verändert hat, wirkt manches veraltet. Das schmälert jedoch nicht den Unterhaltungswert dieses Buches, denn hier tritt im Vergleich zu Martin Suters früheren Büchern die "Deformation professionelle des Homo Oeconomicus eben noch deutlicher zutage". Der Rezensent stört sich lediglich daran, dass "aus marktwirtschaftlichen Erwägungen" auch einige nicht so gute Texte ihren Weg in diese Artikelsammlung gefunden haben, da nur Artikel aus einem Zeitraum von 18 Monaten genommen wurden, während für Suters ersten Band noch auf ein Archiv von vier Jahren zurückgegriffen wurde.
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