Unliebes-, Geburts-, Kriminal-, Lebens-, Gotteslästerer-, Irrenhaus- und Sterbegeschichten aus dem Nachlass eines Abendländers, im Grunde eine Liebesgeschichte, die vielleicht hätte gelingen können
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2001
Ein ungewöhnlicher Roman. Für Martin Zingg, der uns in diese "Liebesgeschichte" einzuführen versucht, ist das so, weil einfach eine Menge "erörtert, diskutiert, erwogen und verworfen" wird in diesem Buch und weil in diesem "ungeheuer dichten Erzählteppich" zeitlich und räumlich entlegene Motive und Geschehnisse immer wieder mit dem Nächstliegenden "überraschende Nachbarschaften" eingehen. Dass so etwas nicht auf die Schnelle zu verarbeiten ist, ist eigentlich klar, zumal wenn sich die Übersicht über das Geschehen, wie Zingg zu verstehen gibt, hier nicht immer zweifelsfrei wahren lässt (zum Glück gibt es ein Register). Dennoch: ein "außerordentlicher Kosmos," urteilt der Rezensent, aus einer erzählerischen Phantasie, "welcher man gebührenden Respekt nicht versagen kann."
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