Martin Nicol ergreift Partei für den evangelischen Gottesdienst in seiner traditionellen Form. Mit lutherischem Akzent beschreibt er ihn als gespurten Pilgerweg in der Gotteswirklichkeit. Für eine breite Leserschaft und mit einer Fülle von Beobachtungen aus eigenem und fremdem Erleben erhellt Nicol Schönheiten und Abgründe der traditionellen Liturgie, profiliert ihre Eigenart und präsentiert sie als unverzichtbaren Beitrag zu einer Liturgie der weltweiten Kirche. Die zwölf Kapitel gelten zwölf neuralgischen Punkten evangelischer Gottesdienstkultur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.06.2010
Mal herhören, rät Alexander Kissler denjenigen, denen die Liturgie neuerdings wie ein Firmenjubiläum vorkommt. Was der Erlanger Theologe Martin Nicol über die Rückgewinnung liturgischer Kompetenz zu sagen hat, erscheint Kissler als die Tendenzen seiner Disziplin kontrastierender Weckruf voll Frische und Leidenschaft. Wenn Nicol tief in der Vergangenheit nach liturgischen Schätzen gräbt und dabei dennoch das Modische nicht pauschal verachtet, wenn er an Fallbeispielen belegt, wie dürftig das liturgische Wissen unter Kirchenleuten heute ist, wenn er schließlich Begriffe katholischer Frömmigkeit, das Kultische und Selbstverständlichkeit statt menschlicher Logik als Rettung preist, hält Kissler das für ein echt gewagtes Plädoyer.
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