Die Frage nach dem messianischen Anspruch Jesu und dem Ursprung der Christologie ist nach wie vor umstritten. In vier Beiträgen betrachten Martin Hengel und Anna Maria Schwemer das Thema unter verschiedenen Aspekten und kommen dennoch zu einer einheitlichen Lösung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.04.2003
Worum es geht, steht im Titel: Hat Jesus sich als Messias verstanden? Der allgemeine Konsens der Forschung, weiß Friedemann Voigt, lautet "nein" - erst im Anschluss an das Ostergeschehen habe die christliche Gemeinde Jesus dazu erhoben. Martin Hengel dagegen argumentiere in dieser Studie, dass der irdische Jesus durchaus schon identisch mit dem verkündigten gewesen sein könnte. Voigt findet das sehr kühn, bleibt aber selber - "trotz einiger bedenkenswerter Einwürfe und höchst informativer Bemerkungen zur Forschungsgeschichte" - skeptisch: Eine solche Herleitung, schreibt er, nehme zwangsläufig beim Dogma der Verkündigung ihren Anfang und suche dann Belege für dessen Richtigkeit, und das widerspreche dem Vorgehen des Historikers.
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