Martin Geck nimmt uns mit zu Teufelsgeigern und Klaviervirtuosen, zu Sinfonie und Streichquartett. Er führt uns auf die Höhen der Kunst und in die Niederungen des Alltags der großen Komponisten. Bei der Entstehung ihrer Werke sind wir live dabei. In der Oper dürfen wir den Pudergeruch der Bühnenbretter atmen und Kastraten, eitle Tenöre und hysterische Primadonnen bestaunen. Beim Kirchgang lauschen wir Kantaten und Motetten. Dann zieht es uns hinaus auf die Straße, wo fahrende Spielleute unterwegs sind und nicht nur romantische Lieder, sondern auch allerlei Freiheitslieder erklingen. Martin Geck erzählt von der Geschichte der Musik, von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Immer spürt er dabei den Bezug der Werke zu den großen Strömungen, Umbrüchen und Wandlungen der Zeit auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2006
Die Rezensentin Eleonore Büning macht aus ihrer grundsätzlichen Skepsis gegenüber solchen Ratgebern keinen Hehl und stellt die Frage in den Raum, ob Bücher dieser Art "nicht eine Folge, sondern eher mit ein Auslöser der vielbeklagten Klassikkrise" sind. Doch am Ende kommt der Autor Martin Geck doch ganz gut weg - lakonisch bilanziert sie: "Nicht schlecht für einen Ratgeber!" Gecks Ansatz, eine ganz subjektiv geprägte Auswahl zu treffen, zahlt sich offenkundig aus, denn ein paar interessante Geschichten über klassische Musik hat der Autor durchaus zu erzählen. Störend findet die Rezensentin dabei nur, dass Geck trotz seines unverbindlichen Ansatzes es nicht lassen kann, manchmal recht belehrend daherzukommen. Deshalb empfiehlt sie einen Konsum in überschaubaren Dosierungen. Dann könne man nämlich auch Gecks "Witzigkeiten und Moralhubereien" noch passabel ignorieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.06.2006
Als überaus gelungen beurteilt Rezensent Hans-Klaus Jungheinrich diese nur knapp 200 Seiten umfassende Musikgeschichte, die Martin Geck vorgelegt hat. Der Bogen reicht von der Musik der Naturvölker über die des alten China bis zur zeitgenössischen Musik. Der naheliegende Verdacht, es handle sich bei einem derartig knappen Band lediglich um eine schnelle und kursorische Übersicht, bestätigt sich nach Ansicht Jungheinrichs keineswegs. Er lobt vielmehr den Fokus und den "pars-pro-toto-Charakter" der Arbeit.
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