Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann. Mit Illustrationen von Christiane Fürtges. Der zwölfjährige Pelle wünscht sich, unsichtbar zu sein. Dann würde nicht jeder ständig fragen, wie es ihm geht. Für Mama ist er schon unsichtbar, denn seit Papa vor einem Jahr gestorben ist, ist alles anders. Doch dann bekommt er von Mama einen Schuhkarton voller Briefe. 16 sind es, um genau zu sein. Alle von seinem Vater, jeder mit einer Aufgabe: Geh mit Mama essen. Hol dir einen Hund aus dem Tierheim. Bau das Baumhaus zu Ende. Was Pelle nicht ahnt: Jede Aufgabe hält ein kleines Abenteuer für ihn bereit und bringt ihn und Mama Stück für Stück zurück ins Leben.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.01.2022
Rezensentin Kim Kindermann lernt zweierlei mit Marlies Siegers' Buch über das Sterben und die Trauer: dass der Tod gemein ist und das Leben dennoch weitergeht. Wie ein 12-Jähirger mit dem frühen Tod des Vaters fertig wird, schildert die Autorin laut Kindermann nuancenreich, authentisch, ohne Tabus und mit eigenem Sound. Der windungsreiche Weg des Protagonisten durch Wut und Trauer zurück zum Alltag vermittelt Kindermann nicht zuletzt das große Wunder des Daseins.
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