Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2000
Manuela Reichart scheint geradezu erleichtert, dass mit diesem Buch kein Anspruch auf eine komplette Lebensgeschichte der Dietrich erhoben wurde. Solche Versuche sind nämlich - wie die Rezensentin andeutet - in aller Regel gescheitert. Daher kann sie sich mit dem Blitzlicht-Charakter dieses kleinen Buchs durchaus anfreunden. So gibt es zwar nur wenig Fotos in diesem Band - diese findet Reichart jedoch ?gut ausgewählt?, da sie Marlene Dietrich nicht nur in verschiedenen Lebensphasen zeigen, sondern auch ganz unterschiedliche Seiten von ihr offenbaren. Die kurzen Texte - nicht nur von Schauspielern, sondern beispielsweise auch von ?Frankfurts erstem Nachkriegsoberbürgermeister? verfasst - beleuchten sie ebenfalls auch ganz unterschiedlichen Perspektiven, so Reichart. Besonders hebt die Rezensentin dabei den Beitrag Lars Jacobs hervor, der sich mit Dietrichs ?preußischen Tugenden?, ihrem Patriotismus und ihren damit verbundenen ambivalenten Gefühlen Deutschland gegenüber beschäftigt.
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