Klappentext
Emil lebt in einem Tiny House am Rande einer Musterhaussiedlung. Sein Wohnerlebnis wird per Livestream übertragen. Als das Tiny House abbrennt, muss er weiterziehen …Eine Geschichte über die Suche nach dem ganz besonderen Wohnglück, Einsamkeit im digitalen Zeitalter, Erinnerungslücken und Vernetzungstreffen von Rechtsextremen - herrlich bissig und mit viel Witz erzählt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2025
Rezensent Jan Wiele kennt Mario Wurmitzer als durchaus experimentierfreudigen Schriftsteller und auch im neuen Roman, geprägt von Anekdoten, Zitaten und Wortspielen, ist laut Wiele wieder einiges los: Dystopisch wirke es, dass der Protagonist Emil, eigentlich Schriftsteller, sich darauf einlässt, in ein Tiny House zu ziehen, von dem aus sein Leben Big Brother-artig in die Welt gelivestreamt wird. In dieser "turbokapitalistischen" Welt dauert es nicht lange, bis Emil rausgeschmissen wird, verrät Wiele, ein Mitschnitt davon geht viral. Diese Social-Media-Prominenz ermögliche ihm einen neuen Job für den Bezahldienst "PayNice", zudem beschäftige er sich mit Österreich, Jugendkultur, Lyrik und "autofiktionalem Theater" und werde so dem Autor immer ähnlicher. Für den Kritiker ziemlich viel auf einmal, aber der amüsante Stil Wurmitzers macht das auf jeden Fall lesenswert, versichert er.
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