Mario Fani

Spiragli di Luce

Räume des Schweigens
Cover: Spiragli di Luce
PalmArtPress, Berlin 2024
ISBN 9783962581886
Gebunden, 224 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Antonio Grunenberg. Der italienische Maler Mario Fani erscheint in der Kunstwelt wie ein Ankömmling aus weiter Ferne.Bildmotive und Formen, Farben und Lichtgebung, knüpfen an eine Tradition an, die geprägt ist von Namen wie Francisco de Goya, Francisco de Zurbarán, Vilhelm Hammershøi oder Jan Vermeer … Und doch wirken sie fremd. Die Szenarien sind klar und einfach. Es finden sich Szenen des alltäglichen Lebens. Es erscheinen Monologe und Dialoge, Stühle, auf denen niemand sitzt, Teller und Gläser in Erwartung einer Mahlzeit. Alles präsentiert sich in allumfassendem Schweigen. Raum und Zeit fließen gleichsam ineinander. Die das Bild betrachten, werden Teil des Szenarios; sie sind die Abwesenden/Anwesenden in einem durchdringenden Schweigen.In diesem Kunstband sind Bilder aus einem Schaffen von über vierzig Jahren versammelt. Sie dokumentieren die Entwicklung eines außergewöhnlichen Malers aus der Toskana, der zweifellos zu den großen europäischen Malern unserer Zeit gehört.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 03.01.2025

Für Rezensent Carsten Hueck sind die in "Spiragli di Luce" versammelten Gemälde des italienischen Malers Mario Fani eine sehr willkommene Einladung zum Innehalten und In-Sich-Gehen, zum Ruhen, in der Gegenwart. Wie nötig wir diese Ruhe, diese Meditation haben, wird Hueck von Bild zu Bild klarer, da er sie selbst erfährt. Fanis Gemälde zeigen Gebrauchsgegenstände in einem ungewohnten, einem "buchstäblich anderen Licht" - Sessel, Karaffen, eine Schüssel Mandarinen - vertraute Gegenstände wie diese erscheinen uns plötzlich geheimnisvoll, animierend und zugleich beruhigend, eine seltsame meditative Wirkung geht davon aus. Menschen sind in diesen Bildern nie zu sehen und doch sind sie präsent, man denkt, fühlt, erzählt sie sich unweigerlich dazu, beschreibt Hueck. Ein Buch wie eine Wanderung durch eine stille, "weite Landschaft", so der Schlusseindruck des dankbaren Rezensenten.