Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer. Göteborg 1926: Ein unbeschwerter Familienausflug ins Naturhistorische Museum wird zum Alptraum, als die neunjährige Alice spurlos verschwindet. Während die Familie verzweifelt nach Antworten sucht, übernimmt Hauptwachmeister Nils Gunnarsson den Fall. Doch die labyrinthartigen Gänge des Museums und seine uneimlichen Exponate bergen mehr als nur Rätsel - sie erzählen Geschichten, die besser verborgen bleiben sollten. Unterstützt von der Journalistin Ellen, folgt Nils einer Spur aus Geheimnissen, die nicht nur das Schicksal von Alice betreffen, sondern tief mit dem Museum selbst verwoben sind. Wird es ihnen gelingen, das Mädchen zu finden, bevor die dunklen Schatten der Vergangenheit erneut zuschlagen?
Den neuen Krimi von Marie Hermanson findet Kritikerin Katharina Granzin "atmosphärisch reizvoll": Er spielt 1926 in Göterborg, überwiegend im Naturgeschichtlichen Museum. Maj, das Kindermädchen einer reichen Familie, verliert einen ihrer Schützlinge - die 9-jährige Alice taucht nicht wieder auf. Nun muss der Hermanson schon bekannte Polizist Nils Gunnarson ermitteln. Seine Ex-Verlobte wanzt sich an die Familie heran und entdeckt, dass hinter der bürgerlichen Fassade von finanziellen bis psychischen Krisen einiges im Argen liegt, erfahren wir. Im ersten Drittel des Buches geht die Handlung mit den vielen Beschreibungen der lokalen Gegebenheiten etwas unter, so Granzin, dann nimmt sie aber an Fahrt auf und beschert der Kritikerin ein spannendes Leseerlebnis.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2025
Der neue Krimi der Schwedin Marie Hermanson spielt 1926, verrät Rezensentin Maria Wiesner, Ausgangspunkt ist der Besuch eines Kindermädchens samt ihrer Schützlinge im Naturkundemuseum in Göteborg. Kurz bevor Maj mit den fünf aufmüpfigen Kindern wieder nach Hause geht, verschwindet Alice in den Gängen des Museums, die darauf folgende Suche wird laut Wiesner klassisch und fast gemütlich erzählt. Auch soziale Themen würden behandelt, etwa der wirtschaftliche Niedergang der Unternehmerfamilie, für die Maj arbeite, der Alkoholismus der Mutter oder die Tatsache, dass Maj sich bereits um andere Kinder habe kümmern müssen, als sie selbst erst 14 war. Wiesner hat das Buch auch mit Hermansons journalistisch angehauchtem Stil gerne gelesen.
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