Maria Escandon

Gonzalez und Tochter, Trucking Company

Roman
Cover: Gonzalez und Tochter, Trucking Company
Edition Köln, Köln 2009
ISBN 9783936791716
Gebunden, 324 Seiten, 18,95 EUR

Klappentext

Joaquin Gonzalez war Professor für Literatur an der Universität in Mexiko City. Als zum Auftakt der Olympischen Spiele Sicherheitskräfte ein Massaker unter Studenten veranstalten, flieht er unter falscher Identität in die USA. Er gründet ein Transportunternehmen. Zeugt eine Tochter mit einer Frau, die vorübergeht. Er lebt und liebt und erzieht diese Tochter in den wechselnden Trucks, in denen sie unterwegs sind. So fühlt er sich frei und sich einzig seinem Kind gegenüber verantwortlich. Dieser Joaquiin Gonzalez ist ein idealer, alleinerziehender Vater. Er hat nur einen Fehler: er begreift nicht, dass aus der kleinen Tochter eine junge Frau wird. Er will sein Glück halten. Er verteidigt es, auch mit Gewalt, und verliert dabei alles: sein Leben. Und seine Tochter Libertad verliert die Freiheit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.2010

Als Gesellschaftssatire, findet Florian Borchmeyer, taugt das Buch eigentlich was, vor allem dann, wenn Maria Escandon das finstere Schicksal ihrer jugendlichen Heldin als illegale Truckerin und im mexikanischen Frauenknast feinfühlig schildert. Leider genügt das der Autorin nicht. Die hochkulturelle Aufwertung der "haarsträubenden" Truckerstory zur literarischen Roadnovel geht laut Borchmeyer allerdings nach hinten los. Dass eine 15-Jährige einen Truck steuert, kann er noch nachvollziehen, dass sie dabei Calderon und Cervantes liest, im Knast ihre Memoiren vorträgt und dem Leser literaturwissenschaftliche Kenntnisse abfordert, findet der Rezensent jedoch weit überzogen.
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