Mit farbigen Abbildungen und Fotos. Andy Warhol ist die Ikone der Pop-Art. Mit seinen Ideen und Experimenten wurde er zum Vordenker von Starkult und Selbstvermarktung. Drei Sehnsüchte trieben ihn (1928-1987), der vom armen Einwanderersohn zum talentierten Zeichner und exzentrischen Millionär wurde, seit seiner Kindheit an: Er wollte schön, reich und berühmt sein. Für Warhol, zunächst erfolgreicher Werbegrafiker, waren Kunst und Kommerz kein Widerspruch. Er wusste, was Menschen berührt und provoziert. Mit den berühmten Campbell-Suppendosen (1962) schuf er eine neue Definition von Kunst - scheinbar Banales wurde fortan in Serie produziert. Seine Siebdrucke von Marilyn Monroe sind ins kollektive Gedächtnis eingegangen. Seine Factory stand für New Yorker Dauerpartys, für Drogen und Sex, er selbst war Meister der schrillen Selbststilisierung und -inszenierung, der sich selbst zur Marke machte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2016
Fritz Göttler hat nicht sehr viel zu berichten über Maren Gottschalks Andy-Warhol-Biografie. Allem, was er schon kennt, begegnet er hier, "und vielem mehr". Dass die Autorin ihr Buch als "klassisches Genrestück" beginnt, scheint ihm angemessen. Der Rezensent lobt die farbige Detailfülle, den Verzicht auf Psychologisierung und Mythologisierung und dass Wahrhol als "pragmatische" Figur erscheint. Göttlers Fazit der Lektüre: Warhol war ein glücklicher Mensch.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.11.2015
In ihrer Warhol-Biografie "Factory Man" zeichnet Maren Gottschalk das Bild eines Künstlers, in dem Geltungsbedürfnis und die Selbstinszenierung das Produkt einer Krankheit aus Kindertagen waren und den zuweilen Geistesblitze durchfahren, erzählt Rezensentin Maria Linsmann. Die Anschaulichkeit macht die etwas übertriebene Nähe allemal wett, findet die Rezensentin, die besonders Gottschalks knappe Ausflüge in die historische Gegenwart Warhols lobt, die seine Kunst im Kontext seiner Zeit veranschaulichen.
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