Joe Brainard

Ich erinnere mich

Cover: Ich erinnere mich
Verlag Walde und Graf, Zürich 2011
ISBN 9783037740408
Gebunden, 208 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Uta Goridis. Dem Zauber von Joe Brainards Memoiren sind schon viele erlegen, nur in Deutschland wurde dieses wunderbare Buch bisher nicht entdeckt. In "I Remember", so der amerikanische Originaltitel, lässt Brainard sein Leben Revue passieren. Die Wörter "Ich erinnere mich..." dienen ihm als Ausgangspunkt für seine unsortierten, in Zeit und Raum hin- und herspringenden Erinnerungen und Assoziationen: Jugendliches und Erwachsenes, Banales und Vielschichtiges, Spezifisches und Allgemeinwissen fügen sich zu "einem der originellsten Bücher unserer Zeit".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2011

Wiebke Porombka schwelgt im Erinnerungsbuch des 1994 verstorbenen New Yorker Künstlers Joe Brainard, das fast vierzig Jahre nach seinem Erscheinen im Original nun endlich auf Deutsch vorliegt. Wie eine Beschwörungsformel intoniert der Künstler sein "Ich erinnere mich", um dann Allgemeines und Spezielles, Satzsplitter, Bilder, Figuren oder nur scheinbar belanglose Fragmente aus den Tiefen seines Gedächtnisses hervorzuholen, erklärt die Rezensentin. Dabei entsteht nicht nur ein keiner Chronologie oder thematischer Ordnung folgendes Dokument eines homosexuellen Künstlerlebens. Der Leser wird auch selbst in eine "Bewegung" mäandernden Erinnerns versetzt, so die Rezensentin beglückt.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.10.2011

"Blamable vier Jahrzehnte zu spät? erscheint dieses Buch von Joe Brainard, einer zentralen Figur des New Yorker Undergrounds, nun endlich auch auf Deutsch, schreibt Frank Schäfer, der sich begeistert kopfüber in den Sog von Assoziationen und Reminiszenzen, die das Buch bereithält, stürzt. Jeder Absatz beginnt mit "Ich erinnere mich?, eine strenge formale Selbstauflage, die ungeahnte Freiheitsräume erschließe: So geht es hier quer durch Raum und Zeit, von Kindheitserinnerungen etwa zu Erlebnissen in New Yorker Schwulenbars. Dabei könne man, schreibt Schäfer, "einem individuellen Gedächtnis bei der Arbeit zusehen?, und legt viele Zitate zum Beleg vor. "Sanft und liebenswert? sei dieses Buch nicht nur, weil hier Banales und Erhabenes aufeinander treffe, sondern auch, weil die "Wichtigheimer-Welt? endlich einmal draußen bleibe.
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