Von obskuren Anfängen im Fahrwasser der iranischen Revolution hat sich die Hizbullah zur stärksten Kraft im Libanon gewandelt: Schiitische Miliz, Regierungspartei, Opposition, islamistisches Netzwerk unter Terrorverdacht, Sozialdienst, Medien- und Wirtschaftsunternehmen, religiöses Gerichtssystem, Verhandlungspartner, nationale Widerstands- und Verteidigungsarmee, verlängerter Arm Syriens und des Iran, moralische Instanz, Spalter und Versöhner, Ideologe und Pragmatiker - die Hizbullah füllte und füllt vielfältige und wechselnde Rollen aus. Manuel Samir Sakmani zeichnet den Weg der Partei Gottes nach und nimmt eine Analyse des Ist-Zustandes und der Perspektiven des Verhältnisses der Hizbullah zum Libanon und seinen Nachbarn vor.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2009
Das Buch teilt Rezensent Wolfgang G. Schwanitz in zwei Hälften. Der historische Teil, in dem Manuel Samir Sakmani versucht, die Entwicklung der Hisbollah im Libanon aus der Achse Damaskus-Teheran zu erklären, findet er solide. Im zweiten, aktuellen Teil des Buches stößt sich der Rezensent hingegen mitunter am apologetischen Ton von Sakmanis Ausführungen. Zu der "deutlich sympathischeren" Darstellung der Hisbollah im zweiten Teil und zu Sakmanis Relativierung der von ihr augehenden Gewalt muss sich Schwanitz entsprechend kritischere Passagen im Band erst wieder ins Gedächtnis rufen, um ein ausgeglicheneres Bild zu erhalten.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…