Manifeste für eine Literatur der Zukunft

Neue Rundschau Heft 2014/1
Cover: Manifeste für eine Literatur der Zukunft
S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2014
ISBN 9783108090968
Gebunden, 320 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel. Ende des 20. Jahrhunderts schien eine neue Epoche anzubrechen, die Neuen Medien, Hypertext und World Wide Web würden die Literatur verändern! Im Internet, dieser Allgegenwart, diesem Gewirr von Geräuschen, Farben und geistigen Rhythmen, müsste der Große Zeitroman zu finden sein! Heute lösen sich die traditionellen Mittel der Schriftsteller auf - das Buch, die individuelle Urheberschaft, die Distributionsgesetze des Marktes -, und trotzdem scheint die Literatur neue Möglichkeiten kaum zu nutzen. Daher die Frage: Wie könnte, sollte, muss die Literatur der Zukunft aussehen? Mit Beiträgen von Ann Cotten, Georg Klein, Thomas Stangl, Olga Martynova und anderen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 24.04.2014

Die Debatte über die Gegenwartsliteratur, die der Rezensent vor einiger Zeit in den Feuilletons entfachte, schien Florian Kessler einen grundsätzlichen Redebedarf anzuzeigen, den man sich aber gleich wieder gegenseitig verbot. Die Sammlung von Essays zeitgenössischer Autoren im aktuellen Heft der Neuen Rundschau schafft Abhilfe, freut sich der Rezensent, denn da wird mal ganz offen und ungehemmt über Literatur heute diskutiert. Olga Martynova, Reinhard Jirgl und Thomas Stangl argumentieren entschieden für die "Nichtindienstnahme der Literatur" durch die Politik, und Angelika Meier bekräftigt: "Meine Nutzlosigkeit geb ich nicht her", zitiert Kessler, der diese Beiträge als "Indizien für die Lebendigkeit der Gegenwartsliteratur" bewertet.

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