Seit Jahrzehnten erfahren wir aus den Medien, wie erbärmlich viele Menschen den Hungertod erleiden. Das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern beschleunigt den Nahrungsmangel noch zusätzlich. Spenden und Entwicklungsleistungen schaffen keine richtige Abhilfe. Warum ist es in unserer neoliberalen Gesellschaft nicht möglich, alle Menschen satt zu bekommen?
Manfred Heuser sucht nach Antworten, indem er den Ursachen des Problems auf den Grund geht und die bisher gescheiterten Konzepte der Weltorganisationen untersucht. Zugleich präsentiert er zukunftsfähige Konzepte, die den systematischen Hunger besiegen und damit weitere Migrationswellen verhindern können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2018
Günther Nonnenmacher erfährt bei Manfred Heuser noch einmal, warum es Hunger auf der Welt gibt, über ungleiche Verteilung und die Schuldigen. Für Nonnenmacher ist das alles sattsam bekannt. Heuser erwähnt wirklich fast alles, geht aber nicht in die Tiefe, meint er. Dass der Autor kein Kapitalismusverächter ist, scheint den Rezensenten zu erleichtern. Weniger froh macht ihn Heusers "politisch naiver" Lösungsvorschlag. Die vom Autor geforderte Initiative zur Eigenversorgung der ärmsten Länder der Welt auf Grundlage traditioneller Landwirtschaft mit Papst Franziskus an der Spitze kann sich Nonnenmacher ohne eine Revolution des Welthandels jedenfalls nicht vorstellen.
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